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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kollektivvertragsabschluss für die Sozialwirtschaft

Es handelt sich um einen guten Abschluss mit Verantwortung

Nach sieben Runden waren die Beschäftigten nach wie vor kampfbereit. Die Teilnahme an unseren Aktionen und Maßnahmen war beeindruckend und war sehr unterstützend für das Zustandekommen des vorliegenden Abschlusses. Dann kam die Corona-Krise und diese hat natürlich auch enormen Einfluss auf die Branche. Die Beschäftigten sind jetzt besonders von den Maßnahmen betroffen, die täglichen Anforderungen sind enorm, die wirtschaftliche Unsicherheit ist groß. Der Wert der Arbeit im Sozial und Gesundheitswesen ist jetzt noch einmal klarer geworden.

Streik in derzeitiger Situation nicht durchführbar

Ein Streik kann aber in der derzeitigen Situation nicht durchgeführt werden. Und: Viele KollegInnen brauchen endlich ihre Gehaltserhöhung. Gleichzeitig bleibt das Ziel der 35-Stunden-Woche nach wie vor voll aufrecht. Der Abschluss trägt dieser speziellen Situation Rechnung.

Die Gehaltserhöhung von + 2,7 Prozent ist der beste Abschluss in den letzten Monaten und auch die Inflationsrate + 0,6 Prozent für nächstes Jahr sichert ein hohes Niveau. Durch das Vorziehen des Geltungstermins wird dieser Abschluss noch einmal verbessert. Mit der Verkürzung der Arbeitszeit auf 37 Stunden ist ein erster Schritt in Richtung Attraktivierung des Berufs gelungen. Mit der Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro werden die Leistungen der Beschäftigten in dieser herausfordernden Zeit wertgeschätzt. Die Verschlechterungen im Arbeitgeber-Forderungspapier konnten wir abwenden.

Erster Schritt Richtung Arbeitszeitverkürzung

Als Gewerkschaft und Beschäftigte erachten wir diesen Abschluss in der gegenwärtigen Situation als Erfolg, sind aber nicht zu 100 Prozent zufrieden. Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt in Richtung generelle Arbeitszeitverkürzung durchzusetzen. Mit der 37-Stunden-Woche ist die Sozialwirtschaft damit eine Vorreiterbranche, was Arbeitszeitverkürzung betrifft.

Wir bleiben aber bei unserer Forderung nach einer 35-Stunden-Woche und sie wird als Forderung in die Verhandlungen 2022 Eingang finden. Unser Dank gilt den tausenden Beschäftigten, die sich an den Streiks und Maßnahmen beteiligt haben und ohne die dieser Abschluss nicht zustande gekommen wäre.

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