Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.

GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Barbara Teiber, Geschäftsführende Vorsitzende
Barbara Teiber, Geschäftsführende Vorsitzende Barbara Teiber, Geschäftsführende Vorsitzende

Corona: Soforthilfe-Kurzarbeit Flexi

Menschen sind wichtiger als ein Nulldefizit
Am 13.3. konnte in Gesprächen zwischen Sozialpartnern und Regierung eine zeitlich befristete Kurzarbeitsregelung vereinbart werden, die den jetzigen Anforderungen Rechnung trägt. Gleichzeitig wurde das verfügbare Budget von 20 auf 400 Mio. EUR aufgestockt. Es gelten nun vorübergehend andere Regeln als bei der regulären Kurzarbeit, um ausreichend und rasch helfen zu können.  Die Regierung ist unserer Forderung nachgekommen, jetzt neue Prioritäten zu setzen, Beschäftigung zu sichern und Unternehmen zu retten, statt sich wegen eines Nulldefizits selbst zu binden. 
 
Auf 3 Monate befristet
 
Das Modell der Corona Kurzarbeit ist auf 3 Monate befristet. Die jeweilige Vereinbarung kann aber einmalig um weitere 3 Monate verlängert werden, falls die gravierenden Krisenfolgen noch nicht vorbei sind. Damit die Kurzarbeit in der jetzt dramatischen Situation rasch greift, wird es ein sehr schnelles Verfahren geben. Damit soll alles getan werden, um mehr Unternehmen für die Kurzarbeit zu gewinnen, denn Aussetzverträge, Kündigungen oder gar einvernehmliche Auflösungen sind aus Arbeitnehmersicht wo es nur geht zu vermeiden. Kurzarbeiten, die bereits laufen, sind von der Neuregelung nicht betroffen. 
Das sind die Eckpunkt des neuen Modells:
  • Neu ist insbesondere, dass die Arbeitszeit bis auf 0% reduziert werden kann.
  • Die Nettoersatzrate (Prozentsatz des Arbeitseinkommens nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen) beträgt:
  • 90% bei Entgelt bis zu 1.700,- brutto 
  • 85% bei Entgelt zwischen 1.700 EUR bis 2.685 EUR (halbe Höchstbeitragsgrundlage) 
  • 80% für Entgelte über 2.685,- EUR

Spielregeln:

  • Zeitguthaben sind zur Gänze sofort zu konsumieren, Alturlaub ist zur Gänze zu konsumieren.
  • Laufender Urlaub ist in den ersten 3 Monaten nicht zu konsumieren. Wenn aber die Kurzarbeit über 3 Monate andauert sind in dieser Zeit mindestens 3 Wochen Urlaub zu konsumieren. (Dieser Zeitraum würde in die Sommermonate fallen).  
  • Das Entgelt für den Urlaub während der Kurzarbeit berechnet sich auf Basis der Arbeitszeit vor der Kurzarbeitsvereinbarung. Das gilt auch für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Die Behaltefrist beträgt unabhängig von der Dauer der Kurzarbeit 1 Monat. 
  • Rasches Vorgehen: Binnen 48 Stunden ab unterschriftsreifer Vereinbarung erfolgt die Unterschrift der Sozialpartner unter die Vereinbarung (bzw. bei Fehlen eines Betriebsrates erfolgt die Zustimmung zu den Einzelverträgen). 
Die Gewerkschaften haben sich dafür eingesetzt, dass es jetzt ein sehr rasches Vorgehen und die massive Aufstockung der Mittel geben muss, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu vermeiden und Beschäftigung zu sichern. Die GPA-djp steht selbstverständlich gerade jetzt allen Mitgliedern für Fragen und Beratungen zur Verfügung.
 
Auf Drängen der Sozialpartner wurde die Corona-Kurzarbeit für Unternehmen noch attraktiver gemacht. Die Bundesregierung übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte in Corona-Kurzarbeit ab dem ersten Tag.

Artikel weiterempfehlen