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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft Österreich Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft Österreich - 100.000 Beschäftigte haben sich mehr verdient!

Sozialwirtschaft Österreich: Keine Einigung - Streikfreigabe erteilt!

Nächste Verhandlung am 7. Februar - Informationen in den Betrieben finden statt!

Nächste Verhandlung am 7. Februar - Informationen in den Betrieben finden statt!

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die etwa 100.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich (Sozialwirtschaft Österreich) wurde in der Nacht zum 31. Jänner nach 18 Stunden ergebnislos unterbrochen. Der ÖGB hat für die 100.000 Beschäftigten in der Sozialwirtschaft die Streikfreigabe erteilt. Ab Montag werden in Betriebsversammlungen die Beschäftigten informiert und die Streikmaßnahmen auf Betriebsebene beschlossen. Dieser Schritt findet vorsorglich für den Fall des Scheiterns der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag, 7. Februar 2019, statt, um dann unverzüglich weitere Aktionen starten zu können.

Verbesserung bei Arbeitszeit und kräftige Gehaltserhöhung

"Die Beschäftigten erwarten sich endlich eine Antwort auf die Arbeitszeitthemen wie Arbeitszeitverkürzung, Verbesserungen bei geteilten Dienste und bessere Urlaubsregelungen", so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Reinhard Bödenauer. "Neben den Verbesserungen bei der Arbeitszeit braucht es auch eine starke Gehaltserhöhung, damit die Kluft zu anderen Branchen nicht weiter wächst", so die Verhandlerin der Gewerkschaft vida, Michaela Guglberger.

Lohn- und Gehaltserhöhung

Das Angebot der Arbeitgeber für eine prozentuelle Lohn- und Gehaltserhöhung wurde von 2,37 Prozent auf 2,5 Prozent erhöht. Dieses Angebot ist weit von dem entfernt, was sich die Kolleginnen und Kollegen verdient haben. Erfreulich war, dass die Arbeitgeber die Lehrlingsentschädigung um 100 Euro pro Lehrjahr erhöhen werden.

Arbeitszeitverkürzung

Der frühe Abend stand auch diesmal ganz im Zeichen der Arbeitszeit. Wir haben wieder darauf hingewiesen, dass es in unserem Bereich eine Arbeitszeitverkürzung braucht. Eine lineare Arbeitszeitverkürzung ist für die Arbeitgeber nicht möglich, dies würde die Betriebe total überfordern. Es geht uns klar um eine faire Verteilung der Arbeitszeit, und natürlich auch um eine Verbesserung für unsere KollegInnen, die Teilzeit arbeiten. KollegInnen, die jetzt 38 Stunden die Woche arbeiten, sollen in Zukunft 35 Stunden arbeiten. KollegInnen, die jetzt Teilzeit arbeiten sollen die Chance auf höhere Stundenverpflichtungen bekommen und eindeutig mehr verdienen. Wir fordern die Arbeitgeber auf hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, denn in der Gesundheits- und Sozialbranche arbeiten sehr viele Frauen und zwei Drittel aller Beschäftigte nur in Teilzeit. Sie meinen aber auch, dass Arbeitszeitverkürzung nicht das richtige Mittel dafür sei, und dass davor andere Branchen die Arbeitszeitverkürzung durchführen sollen.

Auch zur Forderung nach der 6. Urlaubswoche, gab es von der Arbeitgeberseite nur eine Ablehnung.

Pflege- und Betreuungsberufe sollen attraktiver werden

Die Arbeitgeber betonen stets, dass sie unsere Anliegen verstehen, den Beruf attraktiver zu gestalten. Die Arbeitgeber sehen so wie wir auch ein, dass gerade instabile Dienstpläne und ständiges Einspringen dazu führen, dass KollegInnen die Freude ab Beruf verlieren. Bedauerlicherweise konnten wir bis jetzt noch keine substantiellen Verbesserungen für den geteilten Dienst und bei der Dienstplangestaltung erreichen. Hier gab es zwar ausführliche Gespräche und auch Diskussionen, aber es fehlen noch fixe Zusagen der Arbeitgeber zu den von uns vorgeschlagenen Forderungen.

Wie geht es weiter

Nachdem am 29. Jänner bereits mehrere Aktionen in den Hauptstädten der Bundesländer stattgefunden haben, geht es jetzt darum die KollegInnen in den Betrieben zu informieren. Deshalb finden in vielen Betrieben Betriebsversammlungen statt. Die vierte Kollektivvertragsverhandlung findet am 7. Februar statt. "Die Beschäftigten erwarten sich endlich eine Antwort auf die Arbeitszeitthemen wie Arbeitszeitverkürzung, Verbesserungen bei geteilten Dienste und bessere Urlaubsregelungen", so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Reinhard Bödenauer. "Neben den Verbesserungen bei der Arbeitszeit braucht es auch eine starke Gehaltserhöhung, damit die Kluft zu anderen Branchen nicht weiter wächst", so die Verhandlerin der Gewerkschaft vida, Michaela Guglberger.

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