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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
 
Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp

Equal Pay Day: Gewerkschaften erkämpfen Einkommensgerechtigkeit

„In den letzten Jahren konnten wesentliche Schritte zur Verringerung des Einkommensgefälles getan werden. Aktuelle Berechnungen zeigen, dass der Unterschied der Bezahlung zwischen den Geschlechtern mit 19,9 Prozent deutlich niedriger liegt als noch im Vorjahr mit 21,7 Prozent“, zeigt sich Ilse Fetik, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), erfreut.

Gleich Bezahlung für gleich Arbeit

Karl Dürtscher, Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, stellt fest: „Unsere Anstrengungen, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit zu erreichen, zeigen Wirkung. Die inzwischen weitgehend umgesetzte Einführung des kollektivvertraglichen Mindestlohns bzw. -gehalts von 1500 Euro und die schon in vielen Bereichen verhandelten 1700 Euro heben auch das Einkommen von Frauen immer weiter an. Die Veränderungen von 2015 auf 2016 zeigen: Es geht. Wir werden nicht lockerlassen bis wir die tatsächliche Gleichstellung erreicht haben.“

Anrechnung von Karenzzeiten

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist auch die in vielen Kollektivverträgen verankerte Anrechnung von Karenzzeiten auf dienstzeitabhängige Ansprüche wie Vorrückungen, Urlaubsanspruch, Kündigungsfrist und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie Jubiläumsgelder. Durch die Verhandlungserfolge der Gewerkschaften führt eine Babykarenz hier nicht zu finanziellen Nachteilen für Eltern und insbesondere für Frauen.

Fetik dazu: „Leider gibt es für die volle Anrechnung von Karenzzeiten keine gesetzliche Regelung. Diese würde vor allem in Branchen helfen, in denen aufgrund des starken Widerstands der Arbeitgeber eine Festschreibung der Karenzanrechnung bisher gescheitert ist. Die Bundesregierung blockiert diese gesetzliche Verankerung und beschränkt sich auf Zurufe an die KV-VerhandlerInnen. Das ist Heuchelei auf dem Rücken der Frauen.“

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