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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
 
Barbara Teiber, gf. Vorsitzende der GPA-djp, spricht sich gegen das Arbeitszeitverschlechtungsgesetz aus. Barbara Teiber, gf. Vorsitzende der GPA-djp
AK-Präsidentin Renate Anderl hält eine emotionale Rede gegen die Verlängerung der Arbeitszeit. AK-Präsidentin Renate Anderl
Während des lautstarken Protests gegen der 12-Stunden-Tag wird das Plakat für Während des lautstarken Protests gegen der 12-Stunden-Tag wird das Plakat für "moderne Arbeitszeiten für moderne Menschen" der IV abmontiert.

Ausgleich für den 12-Stunden-Tag in allen Branchen gefordert

12 Stunden Protest vor der Industriellenvereinigung

"Dieses Gesetz bringt keine einzige Verbesserung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, sagt ÖGB Präsident Wolfgang Katzian, anlässlich des 12-Stunden-Protests gegen den 12-Stunden-Arbeitstag vor dem Haus der Industrie in Wien. "Wir bleiben dabei: Das neue Arbeitszeitgesetz ist ein schlechtes Gesetz. Jetzt muss die Wirtschaft Branche für Branche die Auswirkungen abfedern, die das Gesetz auf Einkommen, Gesundheit und Freizeit der ArbeitnehmerInnen hat! Unser Ziel ist ein gutes Leben für alle!" Die Regierung und ihre Großspender aus der Wirtschaft müssen halten, was sie versprochen haben, verweist der ÖGB-Präsident auf die 4-Tage-Woche und eine echte Freiwilligkeit. "Beides wurde vielfach versprochen und bis heute nicht eingelöst."

Reaktionen auf Sonder-Kollektivvertrags-Runde

Bis zum heutigen Freitag, den 12.10., waren die Arbeitgeber aufgefordert, sich zur von der Gewerkschaft geforderten Sonder-Kollektivvertrags-Runde zu äußern. Notwendig wurde diese außertourliche Verhandlungsrunde wegen des von der Regierung in einer Nacht und Nebel-Aktion durchgezogenen Gesetzes zum 12-Stunden-Tag und zur 60-Stunden-Woche. "Abgesehen von jenen Branchen, in denen bereits Verhandlungen laufen, haben wir ablehnende wie auch positive Rückmeldungen erhalten. In vielen Fällen gab es gar keine Rückmeldung – und deshalb stehen wir heute hier vor dem Haus der Industrie. Also genau an jenem Ort, wo die Besteller dieses Gesetz sitzen", führt Katzian aus und verweist darauf, dass der 12-Stunden-Tag eine lange Forderung der IV ist. "Die IV hat ihre Partner in der Regierung dazu gebracht, dieses Gesetz umzusetzen. Sie soll jetzt ihre Partner in der Wirtschaft mit gleichem Elan dazu bringen, einem Ausgleich für den 12-Stunden-Tag nicht im Wege zu stehen", so der ÖGB-Präsident.

Initiative für ein modernes Arbeitszeitrecht

Abseits des Protests gegen das Gesetz und dem Ziel die negativen Auswirkungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so schnell und effektiv wie möglich abzufedern, kündigt der ÖGB eine Initiative für ein modernes Arbeitszeitrecht an. Unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft, ExpertInnen aus Bereichen wie Arbeitsmedizin und Arbeitsrecht und der Politik soll am Ende dieser Initiative ein neues Arbeitszeitrecht stehen.

Unser Ziel: ein gutes Leben für alle!

Wann: Freitag, 12. Oktober, 9 bis 21 Uhr
Ort: vor dem Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien

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