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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Schutz der europäischen Stahlindustrie & Industriearbeitsplätze

Jetzt unterschreiben für eine parlamentarische Bürgerinitiative

China ist der größte Stahlproduzent der Welt und verkauft seine Produkte zu Dumpingpreisen. Dies gefährdet unsere Stahlindustrie massiv. An 500 Standorten in 24 europäischen Ländern produzieren rund 330.000 Beschäftigte jährlich etwa 170 Millionen Tonnen Stahl. In Österreich handelt es sich um rund 15.000 direkt Beschäftigte an 22 Standorten.

Das völlige Aus für die europäische Stahlproduktion droht, wenn China im Dezember 2016 als Marktwirtschaft im Rahmen der WTO (Welthandelsorganisation) anerkannt wird. Denn dann sind keine effektiven Antidumping-Zölle mehr möglich und der Industriestandort Europa wäre in höchster Gefahr!

Damit wären die Stahl- und weitere Grundstoffindustrien (z.B. Kunststoff, Aluminium, Papier) der Billig-Konkurrenz schutzlos ausgeliefert. Verschwindet erst die Grundstoffindustrie aus Europa, könnte in wenigen Jahren die verarbeitende Industrie (z. B. die Automobil- und Elektroindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau) folgen. Auch Zulieferbetriebe, industrienahe Dienstleistungen und Forschung wären betroffen und insgesamt Millionen von Arbeitsplätzen bedroht.

Wir hingegen wollen einen starken europäischen Industriestandort. Nur das sichert auch in Österreich Arbeitsplätze und Beschäftigung.

Wir fordern:

1. Höhere Antidumping-Zölle und kürzere Verfahren

Österreichs Regierung muss sich innerhalb der EU für höhere Zölle und raschere Verfahren stark machen! Denn während etwa die USA auf einzelne chinesische Stahlprodukte Zölle von bis zu 265 Prozent einheben, sind es in der EU nur maximal 16 Prozent. Zudem dauern die dazu notwendigen Verfahren in Europa mit mehreren Monaten deutlich zu lange.

2. Kein automatischer Marktwirtschaftsstatus für China

Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, sich gegen eine automatische Anerkennung des Marktwirtschaftsstatus für China auszusprechen. China darf den Status einer Marktwirtschaft erst dann zuerkannt bekommen, wenn alle dafür entsprechenden EU-Kriterien erfüllt sind:

  • Begrenzter staatlicher Einfluss auf Ressourcen & Unternehmensentscheidungen
  • Transparentes & diskriminierungsfreies Gesellschaftsrecht
  • Vollständiges Regelwerk zu Insolvenz- & (geistigen) Eigentumsrechten
  • Unabhängig funktionierender & entwickelter Finanzsektor
  • Keine staatlichen Interventionen in privatisierte Unternehmen

Dies ist eine Initiative der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp. Ziel ist eine parlamentarische Bürgerinitiative, um die Stahlindustrie und deren Arbeitsplätze in Europa zu schützen.

Sende die gesammelten Unterschriften bis zum 12. September an

Gewerkschaft PRO-GE
Abteilung Organisation
Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien

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