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ÖGB und Gewerkschaften fordern: Jetzt sollen die Reichen zahlen!

Europaweite Proteste der Unilever Beschäftigten gegen massive Personalreduktionen

Euro-Betriebsrat ruft zu grenzübergreifender Protestkundgebung am 4. Dezember nach Rotterdam

Anfang August verkündete Unilever die Absicht, ‘langsam wachsende’ Geschäfte zu verkaufen und dabei weltweit bis zu 60 Standorte zu schließen, sowie rund 20.000 Arbeitsplätze abzubauen. Bis zum heutigen Tag ist die Konzernspitze der Verpflichtung zur Information und Anhörung der Arbeitnehmervertretungen, wie sie etwa dem Unilever Euro-Betriebsrat zusteht, nicht nachgekommen.


Gemeinsam mit dem Unilever Euro-Betriebsrat veranstalten die Europäischen Gewerkschaftsföderationen der Nahrungsmittel- und Chemieindustrie am 4. Dezember eine grenzübergreifende Demonstration und ArbeitnehmerInnenkonferenz in Rotterdam, zu der mehr als 800 GewerkschafterInnen aus ganz Europa erwartet werden. Mit dabei auch die Gewerkschaften der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) und die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) sowie eine Delegation der Unilever-Beschäftigten in Österreich.


Eine europaweite Restrukturierung des Unternehmens steht bevor und eine regelrechte Kündigungswelle welche bis zu 12.000 ArbeitnehmerInnen betreffen könnte, wird befürchtet. Insgesamt 20-25 Standorte stehen zur Disposition. Alleine in Westeuropa ist nahezu jeder dritte Arbeitsplatz gefährdet.
"Unilever schrumpft von Jahr zu Jahr. Viele Traditionsmarken wurden verkauft. Allein in den letzten 10 Jahren sind tausende von Jobs abgebaut worden," so der Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der Unilever Austria GmbH, Wolfgang Svab. Er bringt die Stimmung der Beschäftigten auf den Punkt: "Heute trifft es in erster Linie Kolleginnen und Kollegen in Großbritannien und den Niederlanden, wen trifft es morgen? Niemand ist mehr sicher. Wir leben in einer dauernden Unsicherheit.


Der Demonstration am 4. Dezember in Rotterdam sollen in weiterer Folge Protestveranstaltungen in ganz Europa folgen.

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