GPA-djp und Schlecker/Dayli
GPA-djp und Schlecker/DayliSeit 2005 arbeitet die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) intensiv an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen, früher Schlecker und jetzt dayli.
Erfolg unserer Bemühungen war die Betriebsvereinbarung über die Zulässigkeit von Kontrollmaßnahmen und die Auszahlung des Mehrstundenzuschlages. Auch die intensivere Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, Ihrer gewählten betrieblichen Interessenvertretung, war Ausdruck dieses funktionierenden Dialoges.
In der schwierigen Zeit der Insolvenz von Schlecker gelang es uns durch ständigen Kontakt mit der Insolvenzverwaltung in Deutschland, dem österreichischem Management, dem Schlecker-Betriebsrat und nicht zuletzt den engagierten Angestellten entscheidend mitzuwirken, dass der österreichische Unternehmensteil fortbestehen konnte und ihr Arbeitsplatz erhalten blieb.
Die Handelsangestellten haben sich mit ihrer Gewerkschaft das Recht auf einen freien Sonntag hart erkämpft. Dies wird nun durch die Geschäftsführung von dayli in "Testfilialen", welche am Sonntag geöffnet haben, missachtet. Daher haben wir mehrere rechtliche Schritte eingeleitet, nicht um dem Unternehmen zu schaden, sondern um ihre Rechte zu schützen.
Bei all unseren Aktivitäten galt der Grundsatz, dass wir die Interessen der Angestellten effizient und geradlinig vertreten. Dies gilt auch in der Zukunft. Für Profite auf dem Rücken der Handelsangestellten sind wir kein Partner. Sie haben sich für Ihre Arbeit Respekt verdient!
25. April 2013 - Sonntagsöffnung abgewehrt
„Wir freuen uns über die aktuelle Entwicklung bei dayli zum Vorteile der Handelsangestellten und ihrer Familien: unsere zahlreichen Proteste und Klagen haben dazu geführt, dass die Geschäftsführung ihre Pläne, alle Filialen sonntags offenzuhalten, vorerst auf Eis gelegt hat“, kommentiert GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Ankündigung des Unternehmens, von der Sonntagsöffnung so lange Abstand zu nehmen, bis die Rechtslage endgültig geklärt ist.
Das endgültige Ziel, dass den dayli-Beschäftigten auch hinkünftig ein gewisser Arbeitszeitwohlstand gewahrt bleibt, werde mit der rechtlichen Klärung im österreichischen Parlament erreicht, der die GPA-djp mit Zuversicht entgegensieht, ergänzt der stv. Bundesgeschäftsführer Karl Proyer: „Das Kerngeschäft der Drogeriekette ist nach wie vor der Verkauf des Drogerie-Sortiments, es reicht nicht aus, einen Getränkeautomaten aufzustellen, um ein Gastrobetrieb zu sein. In diesem Sinne müssen die Angestellten von dayli im Handelskollektivvertrag bleiben.“
Danke!
Die GPA-djp dankt allen BetriebsrätInnen, die mit ihrem Protest gegen die Vorgangsweise von dayli für den „Meinungsumschwung“ bei der dayli-Geschäftsführung gesorgt haben. Die für den 2. Mai vor der Unternehmenszentrale in Pucking und vor dem Novomatic Forum in Wien angesetzten Kundgebungen sind abgesagt, aber: „Wir sind den Beschäftigten im Wort und werden weiterhin ganz genau beobachten, wie sich die Arbeitsbedingungen bei dayli entwickeln und ob die Filialen am Sonntag auch wirklich geschlossen bleiben“, kündigt Proyer an.
„Die Sicherung des arbeitsfreien Sonntags bleibt ein zentrales Anliegen“, erklärt Katzian: „Wir arbeiten auf allen Ebenen mit großem Elan daran, Umgehungen der Rechtslage unmöglich zu machen.“
Auf dieser Seite haben wir für Sie viele nützliche Infos zusammengestellt. Sie können sich im Forum mit anderen Angestellten von dayli austauschen, können Fragen stellen und finden Ihre/n GPA-djp Ansprechpartner/in.
GPA-djp - Gemeinsam stärker
Medienecho
Die Auseinandersetzung um den freien Sonntag schlägt sich auch in den Medien nieder. Ein Auszug aus der aktuellen Berichterstattung:
"ZIB 2" (23.04.2013): Drogeriekette will Sonntagsöffnung (3:16 Minuten)
"heute österreich" (23.04.2013): dayli will täglich öffnen (1:52 Minuten)
"Wiener Bezirksblatt TV" (23.+24.04.2013): Beitrag und Interview über dayli (ab 5:18 Minuten)
"Oberösterreichische Nachrichten" (25.04.2013): Ein bisschen Gastronomie wird dayli nicht für Sonntagsöffnung reichen
"Wiener Zeitung" (23.04.2013): Mitarbeiter sagen nein zur Sonntagsöffnung
"Standard" (24.04.2013): dayli legt sich mit Gewerkschaft an
"Salzburger Nachrichten" (24.04.2013): Koalition will dayli die Sonntage vermiesen
"Konkret" (25.04.2013): Sonntagsöffnung - Interview mit Wirtschaftsminister Mitterlehner
"Österreich" (28.04.2013): Sonntags-Öffnung: Lugner gegen Katzian - Streitgespräch zum Einkaufen am Sonntag

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