Betten Ammerer droht MitarbeiterInnen mit Kündigung
In einem Schreiben hat die Firma Betten Ammerer aus Ried MitarbeiterInnen nahe gelegt, auf die Hälfte ihrer Abfertigung zu verzichten. Für den Fall, dass sie dieses "Angebot" nicht annehmen, droht das Unternehmen mit Kündigung. "Es ist ein Skandal, wie hier mit Handelsangestellten umgegangen wird", findet Andreas Stangl, Regionalgeschäftsführer der GPA-DJP.
"Die Zukunft des Unternehmens ist ungewiss. Es soll laut Schreiben veräußert werden und der Verdacht liegt nahe, dass man dem neuen Eigentümer die Firma "jungfräulich" übergeben will", vermutet Gottfried Rieser, Handelssekretär.
Konkret geht es darum, dass die Angestellten, die noch im alten Abfertigungssystem sind in das neue (gültig seit 2003) wechseln sollen. Manche Beschäftigten könnten dadurch bis zu 50 Prozent ihrer Ansprüche verlieren.
Das Angebot von Betten Ammerer ist zwar rechtlich zulässig, jedoch kann es sich finanziell sehr nachteilig für die MitarbeiterInnen auswirken. "Die Androhung von Kündigungen in diesem Zusammenhang ist auf jeden Fall sittenwidrig", so Rieser weiter.
"Wir empfehlen den KollegInnen, die dieses Schreiben erhalten haben, sich unbedingt bei der Arbeiterkammer oder Gewerkschaft beraten zu lassen, bevor sie irgendetwas unterschreiben", so Rieser abschließend.

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