Wiener Werbewirtschaft will Beschäftigten Nulllohnrunde zumuten
GPA-djp: Ein Affront gegen die Beschäftigten, der durch nichts zu rechtfertigen ist
Wien (GPA-djp). Rund 6000 Beschäftigten im Bereich von Werbung und Marktkommunikation in Wien droht heuer eine Nulllohnrunde und damit ein Verlust des Einkommens und der Kaufkraft. Bei der ersten Verhandlungsrunde am 10. Dezember 2009 schlug die Arbeitgeberseite vor, dass die ArbeitnehmerInnen im Jahr 2010 sogar auf den Inflationsausgleich verzichten sollen.
Der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft GPA-djp, Alois Freitag, spricht von einem "einmaligen Affront gegen die Beschäftigten", der auch durch die gegenwärtig schwierige wirtschaftliche Situation der gesamten Branche nicht zu rechtfertigen wäre.
Die Wiener Werbewirtschaft umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Werbeagenturen, Ankündigungsunternehmen, Marktforschungsinstitute, Werbemittelverteiler und Event-Agenturen.
Die Gewerkschaft fordert neben der jährlichen Gehaltsanpassung zum Beispiel, dass der 24. und 31. Dezember in diesem Kollektivvertrag endlich arbeitsfrei gestellt werden.
Auch beim Thema Arbeitszeit ist die Arbeitgeberseite nicht gesprächsbereit. Der Bereich Werbung und Marktkommunikation gehört zu den wenigen, in denen noch eine 40-Stunden-Woche gilt - wobei in vielen Betrieben regelmäßig unbezahlte Überstunden geleistet werden müssen.
Die Verhandlungen wurden bis zum 11. Januar unterbrochen. Die BetriebsrätInnen sind hell empört, erste Betriebsversammlungen sind bereits einberufen worden.

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