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Fraueneinkommen mit Sonder-KV-Runden anheben

Verringerung des Gender Gaps

Wenn sich ein Österreicher mit einem durchschnittlichen Fraueneinkommen zufrieden gibt, kann er Anfang Oktober seine Arbeit niederlegen. Denn bis dahin hat er schon so viel verdient, wie eine durchschnittliche Österreicherin in einem ganzen Jahr. Dass die österreichische Einkommensschere im internationalen Vergleich besonders groß ist, das bestätigt auch die aktuelle Studie der EU-Behörde Eurofund - nur in Tschechien verdienen die Frauen noch weniger. In Österreich beträgt der aktuelle Lohnunterschied 25,4, in Deutschland 23,2 Prozent. Am geringsten ist die Kluft in Slowenien (3,2 %), Italien (5,5 %) und in Malta (6,9 %).

Der Handlungsbedarf ist klar, der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian fordert deswegen Sonderrunden für Frauen bei den Kollektivvertragsverhandlungen: "Die Sozialpartner sollen die Ursachen für die Einkommensunterschiede analysieren, um endlich gezielte Gegenmaßnahmen setzen zu können." Sowohl der Gesetzgeber als auch die Sozialpartner haben sich zur Verringerung des Gender Gaps bekannt, jetzt ist es an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen, so Katzian: "Die Forderung, sich beispielsweise alle drei Jahre in professionellen Verhandlungsrunden ausschließlich den Möglichkeiten der Verbesserung von Fraueneinkommen zu widmen, bedeutet natürlich nicht, dass dieses Thema bei den regulären Verhandlungen ignoriert werden, im Gegenteil: Wir werden die Fragen der Gleichstellung, wie etwa die Anrechnung von Karenzzeiten von Frauen und Männern für die Lohn- und Gehaltsentwicklung natürlich bei jeder Runde thematisieren."

Große Unterstützung
Frauenministerin Heinisch-Hosek, SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ begrüßten die Forderung nach Sonderrunden für Frauen, aus der ÖVP kam Ablehnung mit teilweise kurioser Begründung. ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner plädiert stattdessen für die Anrechnung von Karenzzeiten für Gehaltsvorrückungen -  wofür AK und Gewerkschaften sich bereits seit Jahren aussprechen. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl wertete den Vorschlag als entwürdigend für Frauen, die man zu "armen Hascherln" degradiere, wenn man für sie eine Extrarunde brauche. Er sei vielmehr der Meinung, Frauen hätten es verdient, jedes Jahr mit ihren Anliegen, mit ihren Sorgen und Problemen bei den Verhandlungen berücksichtigt zu werden, so Leitl. Für die Einschätzung "Hascherl" erntete Leitl viel negative Kritik in den Medien, eine Wochenzeitung kürte ihn sogar zum "Zero". Seine Ankündigung, sich für Frauenanliegen einzusetzen, höre er gerne, kommentierte Katzian: "Wir werden die KV-Verhandler an den Worten ihres Präsidenten messen, sein Machtwort für mehr Gleichstellung ist hoffentlich hilfreich."

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