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GPA-djp kündigt rechtliche Schritte gegen Verkaufsverordnung am Salzburger Bahnhof an
"Die Verordnung, die es dem Handelsriesen Spar ab heute ermöglicht, am Hauptbahnhof in Salzburg täglich bis 23.00 Uhr Lebensmittel zu verkaufen, sorgt bei uns für Unverständnis, Empörung und Kopfschütteln", berichtet GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian vom GPA-djp Bundesvorstand am 1. Juni.
Kollektivvertragliche Regelungen desavouiert
Landesrat Blachfellner hat die gesetzliche Verkaufsbeschränkung von Reiseproviant auf Lebensmittel ausgeweitet und erlaubt dafür außerdem auch gleich eine Verkaufsfläche von 385 m2, während auf Bahnhöfen in Städten wie Linz oder Wien 80 m2 für den Verkauf von Reiseproviant ausreichen. "Dass der Landesrat als ehemaliger Vorsitzender des ÖGB Salzburg alle Einwände der Sozialpartner und die Interessen der Beschäftigten mit dieser Verordnung ignoriert, ist unfassbar. Dass er mit seiner Vorgangsweise gleichzeitig kollektivvertragliche Rahmenregelungen desavouiert, wird die GPA-djp nicht widerstandslos hinnehmen", so Katzian.
Resolution des GPA-djp Bundesvorstands
Der Bundesvorstand beschloss in einer Resolution, alle rechtlichen Möglichkeiten und gewerkschaftlichen Maßnahmen gegen diese Verordnung auszuschöpfen, kündigt Katzian an: "Außerdem werden wir die Spar-Beschäftigten in den kommenden Tagen über ihre Rechte informieren." Die Resolution steht links neben dem Text zum Downloaden zur Verfügung.
Rücktritt Blachfellners gefordert
"Das ist ein Affront gegen die Handelsangestellten in ganz Österreich, den wir auch noch mit allen gewerkschaftlichen Mitteln bekämpfen werden", zeigt sich auch der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, Franz Georg Brantner verärgert. "Ich wage zu bezweifeln, dass sich Landesrat Blachfellner der Tragweite dieses sachlich nicht nachvollziehbaren Kniefalls vor einem Unternehmen bewusst ist. Mit dieser Verordnung setzt er letztendlich die bestehenden Fremdenverkehrsregelungen allen Regionen Salzburgs aufs Spiel. Er riskiert mit seiner Entscheidung das Recht der Handelsangestellten auf sozialen Arbeitszeitwohlstand am Wochenende. Für mich ist Landesrat Blachfellner mit dieser Entscheidung gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen fehl am Platz, er sollte besser über seinen Rücktritt nachdenken!"

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