Handelsangestellte haben mehr verdient!
Nachdem die Kollektivvertrags-Verhandlungen für die Angestellten und Lehrlinge im Handel auch in der vierten Verhandlungsrunde keine Einigung brachten, versammelten sich am 26. November mehr als 700 BetriebsrätInnen auf der Mariahilfer Straße in Wien um die Öffentlichkeit auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.
Gehaltsverhandlungen werden morgen fortgesetzt
"Unser Ziel ist es, bei den Gehaltsverhandlungen am 27. November einen zumindest gleichwertigen Gehaltsabschluss zu erreichen wie bisherige Abschlüsse im industriellen Bereich. Die wirtschaftliche Lage des Handels ist unverändert gut, die Beschäftigten erwarten sich ihren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Branche", fordert Verhandlungsführer Franz-Georg Brantner.
Abschluss wichtiger Impuls für Inlandsnachfrage
Mit mehr als einer halben Million ArbeitnehmerInnen ist der Handel der größte Wirtschaftszweig Österreichs. Der Gehaltsabschluss hat daher eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung: Schätzungen der AK haben ergeben, dass 0,5 % Gehaltserhöhung im Handelssektor die Kaufkraft um rund 69 Millionen Euro erhöht. Damit ist ein ordentlicher Abschluss ein bitter notwendiger Impuls für die Inlandsnachfrage.
Niedrige Gehälter trotz guter Wirtschaftslage
Trotz der guten Wirtschaftslage der letzen Jahre ist der Handel eine Niedriglohnbranche, in der überwiegend Frauen beschäftigt sind. Zahlreiche Teilzeitbeschäftigte verdienen aufgrund ihrer vereinbarten Arbeitszeit weniger als 1.000 Euro netto im Monat. Umso wichtiger ist eine werthaltige Gehaltserhöhung.
Die Handelsangestellten verlangen ein ordentliches Gehaltsangebot!

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