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ÖGB und Gewerkschaften fordern: Jetzt sollen die Reichen zahlen!

GPA-djp bringt Aufsichtsbeschwerde gegen Druckerei "agensketterl" ein

Falsche kollektivvertragliche Zuordnung des Unternehmens in der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Wien (GPA-djp). Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) brachte heute eine Aufsichtsbeschwerde beim Wirtschaftsministerium gegen die niederösterreichische Druckerei "agensketterl" ein. Grund ist die nach Ansicht der GPA-djp falsche kollektivvertragliche Zuordnung des Bereiches Endfertigung in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. .++++

Die GPA-djp stellt in ihrer Beschwerde an Bundesminister Mitterlehner fest, dass die angesprochene Druckerei ihre Tätigkeit zwar im Bereich industrieller Endfertigung von Druckprodukten im Sinn des Kollektivvertrages für die ArbeitnehmerInnen in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie Österreichs ausübt, tatsächlich aber innerhalb  ihrer Fachverbandszugehörigkeit  dem Fachverband Buchbinder, Kartonagewaren- und Etuierzeuger angehört.

Diese nicht korrekte Fachverbandszuteilung bringt dem Unternehmen zahlreiche Vorteile zu Lasten der  beschäftigten ArbeitnehmerInnen. Sowohl die Entgeltgestaltung als auch Arbeitszeitregelungen, die Kündigungsfristen und diverse Zuschläge sind im betrieblich fälschlicherweise angewendeten Kollektivvertrag ungünstiger als im Kollektivvertrag für die Papier- und Pappe verarbeitende Industrie, der eigentlich anzuwenden wäre.

Der Geschäftsführer der Druckerei "agensketterl", Dr. Dieter Simon bekleidet im WKO-Fachverband Druck die Funktion des stv. Obmanns was dieser ganzen Angelegenheit noch eine besondere Brisanz verleiht. "Wer im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen des grafischen Gewerbes eine verantwortungsvolle Rolle inne hat und zu den Hardlinern zähle, sollte zumindest in seinem eigenen Unternehmen um die Einhaltung aller rechtlichen Rahmenbedingungen bemüht sein", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.


Aktuelle Berichte zum Konflikt im Grafischen Gewerbe und Unterstützungsmöglichkeiten unter www.gpa-djp.at

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