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Aktionswoche der GPA-djp von 24. bis 28. November - MIT VIDEO!

Für den Großteil der Beschäftigten in Österreich ist der Herbst auch deshalb eine spannende Zeit, weil sich in diesen Monaten entscheidet, um wie viel ihr Lohn oder Gehalt im kommenden Jahr erhöht wird. Was viele nicht oder nur sehr oberflächlich wissen: für die Erhöhung der Löhne und Gehälter gibt es weder einen gesetzlichen Anspruch noch irgendeine Form der Automatik. Sie werden jedes Jahr von der zuständigen Gewerkschaft aus verhandelt und in Kollektivverträgen festgeschrieben.

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) wendet sich in der Woche vom 24. November bis zum 28. November an die Beschäftigten und die Öffentlichkeit, um auf die Bedeutung der jährlichen Lohn- und Gehaltserhöhung hinzuweisen. Die GPA-djp verhandelt über 160 Kollektivverträge in fast allen Branchen der österreichischen Privatwirtschaft praktisch das ganze Jahr über. Die GPA-djp verhandelt Lohn- und Gehaltserhöhungen für fast 1,3 Millionen ArbeitnehmerInnen. Im  vergangenen Jahr wurde durch kollektivvertragliche Erhöhungen eine Summe von etwa 1,2 Milliarden Euro bewegt.

Sozialer Friede als Standortvorteil
Das österreichische Kollektivvertragssystem zeichnet sich dadurch aus, dass in der Regel Abschlüsse auf dem Verhandlungsweg erzielt werden und große Mobilisierungen bzw. Streiks eher die Ausnahme darstellen. Der hohe Grad an sozialem Frieden wird von vielen als Standortvorteil betrachtet. Gerade die GPA-djp hat aber in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass sie zur Durchsetzung ihrer Ziele den Weg des öffentlichen Drucks sucht, zuletzt etwa in der IT-Branche. 

Hohe Abdeckung
Typisch für das österreichische KV-System ist auch der hohe Abdeckungsgrad durch Kollektivverträge. Kaum ein anderes europäisches Land weist einen derart hohen Deckungsgrad von fast 100 Prozent auf.  Was viele auch nicht wissen: Neben den jährlichen Gehaltserhöhungen Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Kollektivverträgen festgeschrieben, die 13. und 14. Gehälter sind nicht gesetzlich verbrieft, sondern wurden von den Gewerkschaften erkämpft.

Einbeziehung der BetriebsrätInnen 
Großen Wert legt die GPA-djp auch auf die breite Einbeziehung der BetriebsrätInnen in den Verhandlungsprozess. Die KV-Verhandlungen finden eben nicht nur im Zeitraum einiger Wochen statt. Sie werden in zahlreichen Beratungen vorbereitet und diskutiert. Über die Einbeziehung der BetriebsrätInnen ist gewährleistet, dass die tatsächlich die betriebliche Praxis in den Verhandlungsprozess einfließt.

Gerade jetzt - Sicherheit
Gerade  jetzt, in Zeiten der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sind Strukturen der kollektiven Durchsetzung von Interessen enorm wichtig. Berechenbarkeit und Nachhaltigkeit der Einkommensentwicklung sind jetzt für jeden ArbeitnehmerInnen zentrale Anliegen. Nur Beschäftigte, die mit einem entsprechenden Vertrauen ausgestattet sind, werden auch die so dringenden Impulse für die Wirtschaft als KonsumentInnen geben können. Mitgliederstarke Gewerkschaften sind in diesen Tagen ein wichtiger Faktor, um der Wirtschaft und den Menschen im Land Sicherheit und Berechenbarkeit zu geben. 

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