Liebe Frau Seidel!
Vielen Dank für ihr Posting! Ich teile ihre Einschätzung, dass Einkommensberichte und Angaben zur Entlohnung in Stelleninseraten ein wichtiges Instrument sind um die Einkommensschere zu schließen.
Dennoch bin ich überzeugt, dass wir auch noch viele weitere Ideen und Ansätze diskutieren und ausprobieren müsssen. Die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern sind in manchen Branchen größer als in anderen und mittels "Gießkannenprinzip" allen Frauen etwas drauf zu geben, schafft- da haben Sie absolut recht- nur Unmut und ist in der Tat nicht solidarisch. Ich denke dass im Vorfeld gründliche Analysen erforderlich sein müssten, um jene Bereiche, in denen solche außerordentliche Verhandlungen statt finden könnten, ganz genau abzugrenzen und treffsicher zu agieren. Schließlich wollen wir konkret bestehende Ungleichheiten für Frauen ganz konkret beseitigen!
Davon völlig unabhängig sind natürlich unsere permanenten Anstrengungen, die Produktivitätszuwächse, die von den Beschäftigten erarbeitet wurden, wieder an die Beschäftigten zurückzugeben. Es soll nicht so sein, dass den Männern etwas weggenommen wird, sondern es geht um Einkommensgerechtigkeit für Frauen.
Mit den besten Grüßen,
Barbara Marx Leiterin der Bundesfrauenabteilung
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