GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Die Geschichte der GPA-djp

Am 16. November 2006 erfolgte nach dem 2. Bundesforum der GPA die Fusion mit der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (DJP) und vertritt seither auch die Interessen der ArbeitnehmerInnen im Graphischen Gewerbe und der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie sowie der JournalistInnen. Vorsitzender der GPA-djp ist der bisherige GPA-Vorsitzende Wolfgang Katzian.

2005 - Die GPA feiert 60-jähriges Bestehen

Die GPA feierte im Jahr 2005 ihr 60-jähriges Bestehen und blickte dabei zurück auf eine Zeitspanne, in der sie die Geschichte der Zweiten Republik maßgeblich mitbestimmt hat.

"Es ist wichtig zurückzuschauen - für unsere Identität, um die Lehren aus der Geschichte zu ziehen, um zu verstehen, woher wir kommen. Ein Blick zurück darf aber nie ohne Blick in die Zukunft stattfinden. Die GPA von heute ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit. So wie die GPA heute ist - mit all ihren Ecken, Kanten und Besonderheiten - es ist unsere GPA, wir haben sie zu dem gemacht, was sie ist und wir haben auch die Verantwortung für die Zukunft dieser Gewerkschaft", so Wolfgang Katzian zum Jubiläum der GPA am außerordentlichen GPA-Bundesforum im April 2005.

1945 - Die Gründung der GPA

Am 30. April 1945 konstituierte sich der Vorstand der Gewerkschaft der Angestellten der Privatwirtschaft (GAP). Erster Vorsitzender wurde Friedrich Hillegeist. Damit war der Grundstein für die heutige GPA gelegt, die diese Bezeichnung seit dem Jahr 1962 führt.

Zuvor, am 17. April 1945, tagte die Konferenz der Wiener Handelsangestellten. Diese beschloss die Errichtung der Sektion Handel in einer künftigen Angestelltengewerkschaft. In den darauffolgenden Tagen kamen die Sektionen der Bank-, Industrie- und Sozialversicherungsangestellten hinzu.

Die Zeitpunkte dieser Aktivitäten sind bemerkenswert: Denn erst am 13. April. hatten sich die letzten SS-Einheiten über die Donau zurückgezogen und Floridsdorf wurde erst am 22. April von der Roten Armee besetzt. Andererseits ging in diesen Tagen vieles sehr rasch: Karl Renner präsentierte bereits am 27. April seine provisorische Staatsregierung: Eine Konzentrationsregierung von SPÖ, ÖVP und KPÖ.

Die neu gegründete GAP leistete bereits an Juni 1945 erste Unterstützungsleistungen. Eine erste Mitgliederstatistik und die Abrechnung der Beiträge erfolgte im August 1945. Die Zentrale Rechtsschutzabteilung nahm Anfang 1946 ihre Tätigkeit auf. Die erste Vorständekonferenz tagte am 30.11. und 1.12. 1946. Der erste "Gewerkschaftstag" wurde vom 10. bis 14. 12.1947 abgehalten.