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Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

Kollektivvertrag für die Chemische Industrie erfolgreich abgeschlossen!

Die Mindestgehälter steigen um 1,89 Prozent, volle Anrechnung der Elternkarenz

Der gemeinsame Einsatz für die Beschäftigten in der chemischen Industrie war erfolgreich. In den Abendstunden des 6. April 2017 haben wir gemeinsam mit der Gewerkschaft Pro-Ge und mit den ArbeitgeberInnen der Chemischen Industrie (FCIO) in der zweiten Verhandlungsrunde die Kollektivvertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.  

Das Verhandlungsergebnis: 

  • Erhöhung der Mindestgehälter/-löhne um 1,89 Prozent.
  • Erhöhung der Ist-Gehälter/-Löhne um 1,85 Prozent, jedoch mindestens um 43 Euro.*
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 1,89 Prozent.
  • Erhöhung der Schicht und Nachtarbeitszulagen um 1,89 Prozent.
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und Messegelder um die Inflationsrate.

*Das sind bis zu 2,46 Prozent. Ergibt der Prozentsatz weniger als 43 Euro, so wird der Lohn/das Gehalt um den Mindestbetrag von 43 Euro erhöht. Dies betrifft sowohl KV- als auch Ist-Lohn/GehaltsbezieherInnen! Die Lohn- und Gehaltstabelle wird jedoch nur um den Prozentsatz erhöht. 

Rahmenrechtliche Verbesserungen: 

Volle Anrechnung aller gesetzlichen Elternkarenzen auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche 

Durch die volle Anrechnung aller Elternkarenzen auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Gleichstellung! Karenzen die nach dem 1. Mai 2017 enden werden auf die Entgeltfortzahlung, auf die Kündigungsfristen, auf die Abfertigung alt und auf die Jubiläumsgelder angerechnet. Weiters konnten wir dadurch auch die Benachteiligung von Eltern - vorwiegend Frauen - bei der Erreichung der 6. Urlaubswoche aus der Welt schaffen.  

Übernahme der Fahrtkosten zum Berufsschulinternat 

Besonders freut es uns, dass wir für unsere Lehrlinge die Übernahme der Fahrtkosten zum Berufsschulinternat einmal in der Woche erreicht haben. 

Dienstverhinderungsgründe 

Ab jetzt gilt auch die Hochzeit der Eltern als Dienstverhinderung unter Fortzahlung des Entgeltes.

Weiters wurden zwei Arbeitsgruppen mit den Arbeitgebern vereinbart. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit den Regelungen der Dienstreisen beschäftigen, die zweite Arbeitsgruppe prüft die Kumulierungsvorschriften von Zulagen und Zuschlägen.

Geltungstermin 

Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. Mai 2017 in Kraft.

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