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GPA-djp
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
 
Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp

Arbeitszeitverkürzung ist auch eine Frage der Fairness gegenüber Frauen

Urlaubsrecht so ändern, dass es Bedürfnissen flexibler ArbeitnehmerInnen entspricht

„Die Beschäftigungszahlen steigen in Österreich, gleichzeitig steigt auch die Arbeitslosigkeit – eine skurrile Situation, die Lösung liegt auf der Hand: der Wirtschaftsaufschwung, der notwendig wäre, um ausreichend Arbeitsplätze schaffen zu können, ist nicht absehbar. Also sollten die vorhandene Arbeit neu aufgeteilt und die Arbeitszeit verkürzt werden“, fordert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) anlässlich des internationalen Frauentags: „Die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden könnte die Arbeit zugunsten vieler Frauen umverteilen: Teilzeitbeschäftigte, die länger arbeiten wollen, könnten ihre Arbeitszeit aufstocken. Teilzeitbeschäftigte, die heute schon zu wenig verdienen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, aber die Arbeitszeit nicht aufstocken können oder dürfen, würden zumindest durch einen Lohnausgleich profitieren können. Arbeitszeitverkürzung ist auch eine Frage der Fairness gegenüber Frauen, die überdurchschnittlich belastet sind mit der Vereinbarkeit von Beruf, Famlie und Betreuungspflichten!“

Reduktion der Überstunden

Neben der wöchentlichen Arbeitszeitverkürzung sei es auch höchste Zeit für die Reduktion der (größtenteils noch dazu unentgeltlich geleisteten) Überstunden, ergänzt GPA-djp-Bundesfrauensekretärin Songül Per: „Wenn es beispielsweise gelingt, ein Drittel der Überstunden, nämlich jene, die regelmäßig anfallen, in neue Arbeitsplätze umzuwandeln, wären das über 50.000 Vollzeitarbeitsplätze.“ Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden würde laut Expertenrechnung ein Beschäftigungswachstum von rund 100.000 neuen Jobs bringen.

Über die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche müsse in diesem Zusammenhang wieder diskutiert werden, fordern Fetik und Per: „Das wäre nicht nur in den von Frauen dominierten Branchen wie dem Handel oder in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine enorme Verbesserung, von der auch die Arbeitgeber profitieren würden. Je mehr Erholung und Regeneration, desto höher die Motivation. Gesunde Beschäftigte sind produktiver als ihre kranken KollegInnen, sie entlasten also auch Wirtschaft und Sozialversicherung. Es wäre hoch an der Zeit, das Urlaubsrecht so zu ändern, dass es den Bedürfnissen von flexiblen ArbeitnehmerInnen in der heutigen Zeit entspricht!"

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